Schlaflos ... nach dem Bericht „Der neue Hunger“ zur 3sat-Themenwoche im
September 2008. Das Gesehene trafen mich mitten ins Herz. Sicher vorberei-
tet durch den vagen Plan mal eine Kinder-Patenschaft „für Afrika oder so“ zu
übernehmen. Ich schwankte, zögerte und stellte dann diese Art der
Patenschaft überhaupt in Frage. Denn: Ist es in Ordnung, Kinder als
Werbeträger für Spendenaufrufe zu benutzen – Kinder in Not?

Falsch. Gedacht. Nachts zwischen 2 und 4 Uhr: die Nachrecherche. In mir
bohrte die Gewissheit: Es ist falsch, dass Menschen (Kinder!) hungern, nicht
lernen, krank werden, weil sie Südfrüchte für unsere Obstteller, 2,99-Euro-
Rosen für unsere Discounter, Pflanzen für Biokraftstoffe oder Getreide für die
Tiermast anbauen – und kein Platz bleibt für überlebensnotwendige selbstver-
sorgende Landwirtschaft.

Mitleid? Ich gestehe: Ich lebe auf meiner Kinder-Hund-Haus-Eheglück-
Unternehmergeist-volle Supermarktregale-Schnäppchenpreise-Akademiker-
Insel. Ich weiß von vielem und tue nichts. Außer Mitleid zu haben. Und meine
Kinder zu ermahnen, ihre Teller leer zu essen und das Mittagessen mehr zu
schätzen, weil in Afrika Kinder hungern oder in Indien Kinder von
Essensresten (gefunden auf Müllbergen!) leben. Mitleid hilft nicht.

Aha: 15! Da, auf der Homepage der Kindernothilfe: die Projektpatenschaft –
für 15 Euro monatlich erwirbt man einen Anteil an einem Hilfe-zur-Selbsthilfe-
Projekt seiner Wahl. Ich las und wusste, das ist es.
12mal15 ...
... ist viel. Daher die Idee: Werden Sie zu
einem von zwölf, die jeder 15 Euro in einen
Topf gibt. Gemeinsam helfen Sie ein Jahr lang
– Sie und Ihre 11 vom Stammtisch, vom
Kegelclub, von der Band, Ihre 11 Kollegen,
Nachbarn, Kunden, 11 aus dem
Schulelternrat, dem Business-Netzwerk, der
Fußballmannschaft.

Und wenn Sie 12 sind, geben Sie hier
12mal15: Projektpate Kindernothilfe