Chronologie der Ereignisse zur drohenden Schließung der Grundschule Melchiorshausen
Ganz wichtig vorweg: Die geplante Schulschließung betrifft alle jetzigen Schulkinder und ihre Eltern, alle zukünftigen Schüler und deren Eltern.
Und mehr noch: Sie betrifft den ganzen Ortsteil. Ohne aktives Schulleben hier in Melchiorshausen sind alle Vereine bedroht. Ohne Schulangebot und
ohne Neubaugebiete: Wer zieht mit seinen Kindern noch hier her? Was wird dann aus Melchiorshausen?! Weyhe strebt, laut mehrfacher Bügermeisteraussage, auf eine
Zentrierung in Leeste und Kirchweyhe hin. Doch WEYHE IST MEHR! Dafür kämpfen wir und davon profitieren alle anderen kleineren Ortsteile unserer
Gemeinde. Darum: Unterstützen Sie uns, bevor es auch Ihren Ortsteil trifft!
13. Dezember 2011
Bürgermeister Frank Lemmermann und Kreisbrandmeister Karsten Schlung machen eine Ortsbegehung
der Grundschule Melchiorshausen - ohne vorherige Info an Schulleitung oder Schulelternrat.
Dabei stellen sie überraschend gravierende Brandschutzmängel fest und unter anderem eine
Elektrik die, Zitat Bürgermeister Lemmermann, "nur noch im Museen zu finden ist."
20. Dezember 2011
Nachdem Bürgermeister Frank Lemmermann "einige Nächte nicht mehr ruhig schlafen konnte"
verkündet er auf der Schulausschusssitzung, das Obergeschoss der Schule müsse aus Brandschutzgründen
und wegen der "maroden" Elektrik geschlossen werden.
Lehrer und Eltern werden wieder nicht informiert und erfahren erst am nächsten Tag von der Schließung
aus der Zeitung.
21. Dezember 2011
Die Eltern sind erschüttert, als sie morgens die Zeitung aufschlagen und von der geplanten Teilschließung
lesen müssen. Sie fragen sich: Dramatische Sicherheitsmängel? Waren unsere Kinder über all die Jahre, in
denen die Gemeinde in die Melchiorshauser Grundschule kein Geld mehr hatte investieren wollen, in Gefahr?
Für große Unruhe, besonders bei den Kindern, sorgte die Nachricht, es gäbe noch keine
neue Unterbringung für die betroffene 3. und 4. Klasse. Die Eltern versammeln sich!
Unverständnis, Unruhe, regelrecht Bauchschmerzen bereitet die Teilschließungsnachricht bei Eltern und Kindern.
Die kommissarische Schulleiterin Ingrid Lühmann versucht allen beizustehen. In der Hoffnung, aus erster Hand mehr
zu erfahren als in der Zeitung steht, vereinbaren die Elternvertreter einen Termin mit Bürgermeister Lemmermann
im Rathaus - am 23. Dezember 2011. Der Zeitungskommentar zeigt: Das Thema ist bereits Stadtgespräch.
Während die Eltern morgens - wieder einmal aus der Zeitung - erfahren, der Bürgermeister könne sich für eine "Schließung
der Schule jetzt erwärmen", versuchen sie ihn im direkten Gespräch offen, aber natürlich mit der Forderung nach der
schnellstmöglichen Sanierung, zu begegnen. Während einige Eltern- und Lehrervertreter im Gespräch mit ihm sind, hat sich ein
Großteil der Eltern mit ihren Kindern im Rathaus auf dem oberen Flur versammelt. Die Presse wird einen Tag später schreiben,
das Rathaus sei "besetzt" worden. Dabei wurden lediglich die Informationen aus dem Gespräch erwartet, bevor man für
nicht ganz so besinnliche Weihnachtstage auseinander gehen würde. Erste Leserbriefe erreichen die Zeitung. Es sollen noch
viele folgen ...
Weihnachten. Wo andere den Weihnachtsmann erwarten, sorgen sich Eltern und Kinder. Die Zeitung berichtet vom stattgefundenen
Gespräch(sversuch), der keine neuen Infos zutage brachte - nur den Termin der kommenden Sitzung des Schulausschusses am 16. Janaur 2012.
Bis dahin wollte der Bürgermeister genau rechnen, was eine Teilsanierung, eine umfassende Sanierung und auch ein Neubau kosten würden.
Bis heute (Stand: Ende Januar 2012) liegt noch keine dieser Zahlen vor - nur die, der "G.f.M." übertrieben erscheinenden, 1,3 bis 1,58
Mio. Euro, die der Bürgermeister nicht müde wird, der Presse gegenüber zu erwähnen.
Unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen trifft sich eine große Gruppe von Eltern und besorgten Melchiorshauser Bürgern, um eine
Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Gemeinsam wollen wir mit Fakten kämpfen für den Erhalt der Schule. In den nächsten Tagen
finden wiederholt Treffen statt, denen sich auch die Melchiorshauser Vereine anschließen.
31. Dezember 2011
Völlig überrascht, ja überfahren, werden die Elternvertreter von den Äußerungen des Gemeinde-Schulelternrates. Die Enttäuschung
über die nicht vorhandene Solidarität verwundert zutiefest und stößt überall auf völliges Unverständnis.
Die Bügerinitiative tagt mehrfach gleich im neuen Jahr, um ein Treffen mit dem Schulausschuss in der Schule vorzubereiten.
Derweil werden in der Schule die Vorbereitungen getroffen, um die Kinder übergangsweise in zwei Räumen der Förderschule
unterzubringen, die dank des spontanen Engagements des Schulleiters Herrn Ehrlich zur Verfügung stehen, noch bevor die
Verwaltung überhaupt von einer eigenen Raumsuche berichtet.
Falls der Bürgermeister geglaubt hatte, mit der Teilschließung vor den Weihnachtsferien einen strategisch günstigen Termin
für eine geräuschlose Entscheidung gegen die Grundschule gewählt zu haben, zeigen nicht enden wollende Leserbriefe, dass das
Thema überall sauer aufstößt. Die Solidarität mit Melchiorshausen ist spürbar groß - auch während der laufenden Unterschriften-Sammlung zum Erhalt der Grundschule.
Über die Presse werden von Seiten der Politik leider falsche Angaben verbreitet, wie die Bürgerinitiative
mehrfach mit großem Bedauern feststellt. In einem Brief an den Schulauschuss und einer Presse-Erklärung
beziehen wir deutlich Stellung.
Während die Schüler der 3. und 4. Klasse in den Behelfsräumen der Förderschule einziehen, reist ein Fernsehteam von
"buten un binnen" (Radio Bremen TV) an. Sie sprechen mit den Eltern, drehen Bilder in der Schule und schaffen es am Nachmittag
sogar, doch noch ein kurzes Statement des Bürgermeisters zu bekommen. Gesendet wird der Bericht am 11. Januar 2012.
Immer wieder dreht sich die Diskussion um Prognosen von Schülerzahlen. Im Artikel wird deutlich, dass diese Zahlen sehr oft
daneben liegen. Kann es wirklich sein, dass Zahlen/Prognosen mehr zählen als Kinder, Bildung und Lebensqualität in einem Ortsteil?
Die Bürgerinitiative hatte geladen, um sich mit dem Schulausschuss und den Fraktionsvorsitzenden in der Grundschule zu treffen.
In der Hoffnung, es könne die Gesprächsbereitschaft der Kommunalpolitiker verbessern, wird die Presse gebeten, nicht zu kommen.
Der Presse wird ein Bericht über den Abend zur Verfügung gestellt. Die Presse kritisiert mehrfach das Vorgehen der Bürgerinitiative.
Die Kritik haben wir akzeptiert, nehmen sie ernst und nehmen sie an.
Der Bürgermeister muss öffentlich zugeben, dass seine Darstellung der Elektrik überzogen negativ war. Ein Sicherheitsingenieur
bestätigte, die Elektrik sei für den Schulbetrieb okay. "Buten un binnen" berichtet am Abend, während in der Schule ein Info-Abend der
Bürgerinitiative für die Eltern läuft.
Die Diskussion geht weiter. Die Bürgerinitiative ist dabei, für die Schulauschussitzung am Montag einen umfangreichen
Fragenkatalog zusammenzustellen. Zudem zeigen die Berechnungen, wie falsch in den vergangen Jahren die Voraussagen über
Erstklässlerzahlen waren - fast immer waren sie als zu niedrig prognostiziert. Über die Zahlen geraten die Betroffenen, die
Kinder(!!!), leider mehr und mehr in den Hintergrund.
Kritik in alle Richtungen. Die Bürgerinitiative darf Fehler machen, immerhin hat die Situation sie gezwungen, sich
in eine Auseinandersetzung zu begeben, in der alle anderen die Spielregeln bereits beherrschen. Doch die Motivation bleibt hoch,
dank der festen Überzeugung, für die Kinder und für Melchiorshausen das Richtige zu tun.
Einige Schüler übergeben Bürgermeister Lemmermann 1.896 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule. Es wird klar, wie
viele hinter der Bürgerinitiative stehen - auch viele Bürger der anderen Ortsteile. Im Rahmen der Sitzung übergeben wir
einen umfangreichen Fragenkatalog.
Bei der Sitzung am 16. Januar waren weit mehr als nur engagierte Eltern
anwesend, auch viele Melchiorshauser Bürger und andere Weyher, die das Thema besorgt verfolgen und ihre Solidarität
mit Melchiorshausen zeigen wollten. Sie alle erleben: Eine wirkliche Diskussion kommt im Ausschuss nicht zustande. Die
von der Verwaltung scheinbar hastig zusammengestellte Power-Point-Präsentation wird kommentarlos akzeptiert. Auch über
den Vorschlag von Bürgermeister Lemmermann, sich wegen der Schülerprognosen an ein wissenschaftliches Institut zu wenden,
wird nicht debattiert und es wird vom Ausschuss auch nicht nach den Kosten dafür gefragt. Der Vorschlag wird einfach so einstimmig angenommen.
Die Fragen der Bürger werden beantwortet.
Eine Entscheidung zur möglichen Schulschließung oder Sanierung wird für die "Vor-Vor-Woche" vor Ostern angekündigt.
Nachdem am 15. Januar der Kultusminister von Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann, in Stuhr verkündet hatte, gegen die Schließung
kleiner Schulen zu sein, zogen Schulauschuss und Verwaltung am Tag danach dieses Statement ins Lächerliche. Doch die Bürgerinitiative
bleibt mit dem Kultusministerium in Kontakt.
Wir können gar nicht oft genug daran erinnern, warum und wofür wir am Ball bleiben: für die Kinder, die sich große Sorgen machen,
wie es mit ihrer Schule weiter geht - und für alle die Kinder, die noch Schüler dieser Grundschule werden wollen. 17 Anmeldungen für
die Einschulung 2012 liegen schon vor! (Zum Vergleich, die Prognose war übrigens: 13 Kinder!)
Äußerungen eines Bürgermeisters sollten zeigen, dass er auf einen Dialog setzt mit den Parteien und den Bürgern (von denen ihn
immerhin einige gewählt haben). Das Gegenteil muss festgestellt werden.
Mit Flyern, Plakaten und E-Mails lädt die Bürgerinitiative "Gemeinsam für Melchiorshausen" ein zum großen
Treffen von 20-22 Uhr in der Aula der Förderschule. Geladen sind alle, die für den Erhalt der Schule und den Erhalt von
Lebendigkeit im Ortsteil Melchiorshausen kämpfen wollen. Zeitgleich mit dem Treffen geht diese Website online mit der
Chronologie der Ereignisse rund um die drohende Schließung.
Wer der Bürgerinitiative beitreten möchte, kann gerne das Formular ausdrucken und der "G.f.M" übergeben!
In ganz Weyhe, natürlich vor allem in Melchiorshausen, wird über die Schulschließung gesprochen und nachgedacht. Auch Herr Ehrlich,
Rektor der benachbarten Förderschule, hat Ideen - zum Beispiel könnte er sich eine langfristige gemeinsame Nutzung seiner frisch
durch den Landkreis renovierten und sehr gut ausgestatteten Förderschule vorstellen. Ob Verwaltung und Rat solche
Ideen ebenfalls im Kopf haben? Gehört haben wir noch nichts. Bisher bleibt es beim starren Beharren auf Prognosezahlen, leider.
Das ist klasse Unterstützung! Wir wissen ja, in Melchiorshauser Vereinen ist das Thema Schulschließung brandaktuell und so freuen wir uns
besonders, dass über die Ortsgrenzen hinaus deutlich Solidarität gezeigt wird. Dank an die Landfrauen und dank an alle anderen Vereine,
die uns im Kampf für die Erhaltung der Grundschule und für die Erhaltung von Lebendigkeit im Ortsteil Melchiorshausen öffentlich beistehen!
Die Kinder singen heute von 10-11 Uhr auf dem Kirchweyher Marktplatz. Voller Inbrust schmettern sie ihre geliebten Schullieder - wie bei
jeder Einschulung, wie bei allen Schulaktivitäten. Wie die freiwillige getragene Schulkleidung zeigen die Kids, sie gehen in Melchiorshausen
gerne zur Schule. Und wir Eltern freuen uns, über jedes gute Gespräch, jede gewonnene Unterschrift, denn sie zeigt der Politik immer
wieder: wir sind in WEYHE viele und noch mehr, die Interesse an dem Erhalt der Grundschule Melchiorshausen haben.
Genau! Das Singen der Kinder war nicht zu überhören. Die Aktion auf dem Marktplatz: ein voller Erfolg! Weitere Aktionen werden folgen -
als unübersehbarer und unüberhörbarer Protest gegen die Schließung der Schule und für einen lebendigen Ortsteil Melchiorshausen!
Zwei Stunden lang Schullieder singen, Unterschriften sammeln und Gespräche führen - für den Erhalt der Grundschule. Und das bei
bitterkalten Minusgraden. Eine tapfere Truppe, die G.f.M.! Und, wie schon letzten Samstag, ein voller Erfolg!
Während wir im Gespräch mit den Parteien sind, passiert das Unerwartete: Ein SPD-Ratsmitglied legt sein Mandat nieder - auch wegen
der Art, wie mit der Schulschließung (wir ergänzen da mal: wie mit den KINDERN) in Melchiorshausen umgegangen wird.
Aha - es gibt Politiker mit Gewissen! Ob uns das hilft???
Verunsicherte Grundschüler, protestierende Eltern, ein wütender Ortsteil, eine Mandatsrückgabe - aber der Weyher Bürgermeister zeigt
sich ganz entspannt. Passt das zusammen?
Jetzt ist es amtlich: Die große Demo von der Grundschule zum Rathaus findet statt. Treffpunkt ist Samstag, 25. Februar 2012 um
10 Uhr an der Grundschule - viele, viele Menschen und Vereine laufen mit. Die Abschlusskundgebung ist gegen Mittag am Rathaus.
Wir Eltern haben längst in Weyhe und vor allem in Melchiorshausen investiert - nun sind Rat und Verwaltung dieser Ortsteil
keinen Cent mehr wert?! Ja, das nehmen wir persönlich!!!
Es ist und bleibt unakzeptabel, wie die Weyher Politik mit den Kindern umgeht - und mit den Bürgern der eigenen Gemeinde.
Da kann man "Kündigungsgedanken" bekommen.
Protestieren die immernoch? Das fragen sich Verwaltung, Rat und Bürgermeister. Ja, selbstverständlich! Seit heute auch mit
einem XXL-Banner direkt an der vielbefahrenen Melchiorshauser Straße, das keiner übersehen kann. Und durch die "Stoppt die Schulschließungs-DEMO"
am 25. Februar werden alle erleben, dass wir beeindruckend viele sind, die von Melchiorshausen aus für den Erhalt der Schule auf die Straße
gehen.
Viel Zeit nahm sich die Weyher SPD für ein Gespräch mit einigen Vertretern der GfM. Dabei gab es Zeit und Raum für den Austausch
zur Sachlage - soweit ohne neue Fakten von der Verwaltung möglich. Darüber hinaus nutzten beide Seiten die Gelegenheit, auch
über die Art des bisherigen Miteinanders, das eher ein "Übereinander-Reden" war, offen zu sprechen und erklärten zum Ziel,
wirklich einen Dialog anzustreben. Beide Seiten haben in dem Punkt sicher neue Sichtweisen mitgenommen. In der Sache bleiben
wir Eltern überzeugt von der Richtigkeit der Erhaltung des Schulstandortes Meldchiorshausen, während die SPD-Vertreter
ihre Pro- oder Contra-Entscheidung am 14./15. März 2012 weiterhin von den Prognose-Zahlen des Gutachtens abhängig machen.
Insgesamt ein guter Schritt aufeinander zu, ob zum Wohl der Grundschule (DER KINDER!), wird man sehen ...
23. Februar 2012
Die Presse mag nichts mehr schreiben, also kommt das Radio .... wir sprechen gerne ins Mikro und freuen uns sehr, dass unser Anliegen
so ein noch größeres Echo bekommt! Zeitgleich geht die Website www.melchiorshausen.de von G.f.M.-Untertützern online. Eine Seite mit dem Ziel,
für den Weyher Ortsteil Melchiorshausen langfristig zu werben.
Vom Radio-Interview direkt ab ins Rathaus - mit den Kindern der ersten und zweiten Klasse. Sie übergeben dem Bürgermeister über 1.000 neue Unterschriften
von Weyher Bürgern, die mit ihren Unterschriften erklären, dass sie ebenfalls gegen die Schulschließung sind.
Der Tag der großen Demo zur Erhaltung der Grundschule Melchiorshausen - und zu Erhaltung von Lebendigkeit im ganzen Ortsteil. Also ist ein ganzer
Ortsteil samt Vereinen und Gewerbe auf den Beinen. Das Wetter spielt mit und der in der Nacht zuvor gedichtete Demo-Rapp sorgt zusätzlich für Stimmung
auf den über 5 Kilometern von der Grundschule zum Rathaus. Dort werden zur Abschluss-Kundgebung auch Vertreter der Politik erwartet. Der Riesen-Dank aller
Teilnehmer gilt dem Orga-Team, das selbst an einen Shuttle-Service zwischen Rathaus und Grundschule gedacht hat, an die Kinder für die tollen Plakate und
an Polizei sowie DRK, die unsere Demo verantwortungsvoll begleiten und damit möglich machen.
NDR-Fernsehen, Kreiszeitung, Weser-Kurier, Sonntagstipp, "buten un binnen" - überall wird berichtet von der Demo mit über 300 Teilnehmern. Unser Aufterten
hat beeindruckt und wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Aller Einsatz gilt einem Ziel: unseren Kindern ihre nachweislich sehr gute, kleine, feine Grundschule
zu erhalten. So können wir 2013 den 100.Geburtstag feiern (hoffentlich!). Das wird ein Fest!
Die Kreiszeitung titelt "Stirbt die Schule, stirbt der Ort!". Genau so empfinden wir die Lage. Und "wir" sind, das beweisen alle Fotos der Demo, wir sind viele!!!
Es ist kein Geheimnis, dass Melchiorshausen klein ist und hier relativ wenig Kinder und Jugendliche sind. Doch warum ist das so? Ein kleines Neubaugebiet und schon
wäre die Schule gesichert und die Lebendigkeit in einem Ortsteil mit hoher Lebensqualität. Das nennt man Ortsentwicklung und braucht Weitsicht in Verwaltung und Rat!
Ist das logisch? Ist das noch fairer und verantwortlicher Umgang mit den Kindern? Wir wundern uns jeden Tag mehr über die Äußerungen der Verwaltung. Da wird leider
wenig Wert auf engagiertes Miteinander gelegt. Wir wären zu vielem bereit!
Nichts anderes haben wir von den Weyher Entscheidern gehört: Weyhe strebt eine Zentrierung an. Melchiorshauser - Pecht gehabt! Was für viele Weyher News aus der Presse sind,
war uns schon völlig klar. Doch das ist überhaupt kein Grund, nicht weiter für die versprochene Schul-Infrastruktur in unserem liebenswerten Ortsteil zu kämpfen!
Genau! Jetzt ist es raus: Sitzungvorlage und Gutachten - ziemlich kurz vor knapp erst eine Woche vor der Entscheidung. Wo bleibt da die Zeit, um gerade das Gutachten
als das nutzen, als was es selbst die dafür verantwortliche "Forum GmbH" versteht: als Diskussiongrundlage. Es ist kein Blanko-Scheck für eine Schließung!
Wir haben viel darauf zu erwidern, da gerade in der Sitzungsvorlage viele irreführende Behauptungen stehen und wir die Entscheidungsvariante "Erhalt der Grundschule"
gar nicht finden. Komisch, wie kann das sein??? Fast 5.000 Menschen haben sich doch genau dafür ausgesprochen. Wir bleiben weiter dran, denn was der Politik und der Verwaltung
(noch?) fehlt, haben wir: alternative Ideen plus den Mut und die Power, sie anzugehen! Gerne mit der Poltik.
Die Kinder waren gestern klasse. Sie haben dem Bürgermeister bei der Unterschriftenübergabe ordentlich Fragen gestellt - tatsächlich spontan. Wir nutzen unsere Kinder nicht, um Politik
zu machen. Die sind nun mal die Betroffenen und es kümmert sie enorm, was mit ihrer Schule passiert. Die Kinder denken sehr mit. Fast alle wollten schon Geld vom Sparbuch nehmen, um
die Sanierung zu bezahlen. Das klingt süß, es ist aber bitter, dass im Bildungsland Deutschland sowas überhaupt durch Kinderköpfe gehen muss. Eine gute Frage von Meike:
"Warum ging es erst um Brandschutz und jetzt nur noch um Schülerzahlen?" Die Antwort von Herrn Lemmermann: "Weil man wegen fehlendem Brandschutz eine Schule nicht schließen kann."
War das jetzt aus Versehen ehrlich???
Ohne weitere Worte - die Artikel über die Schließung und den Verlauf der Sitzungen sagt alles. Wir sind betroffen und ein Stück fassungslos.
Ein trauriger Tag für Weyhe, für unsere Kinder und für all die Kinder, die gerne an unsere so schöne, persönliche, engagierte Schule gekommen wären.
Wir sind entsetzt und protestieren mit aller Deutlichkeit gegen die Unterbringung der Kinder in einem KELLERRAUM. Das ist eine
Zumutung für die Kleinsten unter den Schülern und es ist unserer Meinung nach überhaupt keine Art, eine SCHULE auslaufen zu lassen.
Solange es die Grundschule Melchiorshausen gibt, sollten die Kinder DORT bleiben dürfen. Es trifft sie alles schon hart genug!